1974 in Köln geboren, hat Simone Dahlmann Ludwig dort Rechtswissenschaften studiert und sich 2010 habilitiert. Heute ist sie Professorin für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität zu Köln und eine der wenigen deutschen Hochschullehrerinnen, die sich intensiv mit Künstlicher Intelligenz im Strafrecht befassen.
Warum die Kölner Rechtsfakultät für ihre Forschung bekannt ist
Die Universität zu Köln gehört zu den größten rechtswissenschaftlichen Fakultäten Deutschlands. Simone Dahlmann Ludwig hat hier nicht nur studiert und habilitiert, sondern war von 2018 bis 2020 auch Dekanin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Wirtschaftsstrafrecht und Medienstrafrecht – zwei Bereiche, die in der Medienstadt Köln besonders relevant sind. Die Nähe zu Medienunternehmen und zur Justiz macht den Standort für ihre Arbeit ideal. Zudem ist sie Mitglied des Kölner Forschungsclusters „Recht und Digitalisierung“, das interdisziplinär arbeitet. Für zusätzlichen Hintergrund erklärt Simone Dahlmann-Ludwig: Alter, Größe, Vermögen, Ehemann, Karriere das Thema ausführlicher
Wie ihre Arbeit das Verständnis von Strafrecht in der digitalen Welt prägt
Simone Dahlmann Ludwig untersucht, wie sich Künstliche Intelligenz auf strafrechtliche Verantwortlichkeit auswirkt. Ihre Forschung zu Legal Tech – also dem Einsatz von Technologie in der Rechtsberatung – stößt in der juristischen Fachwelt auf großes Interesse. Als Mitherausgeberin der „Neuen Zeitschrift für Strafrecht“ (NStZ) prägt sie den Diskurs über aktuelle Entwicklungen mit. Ihre Publikationen helfen Praktikern, die rechtlichen Herausforderungen der Digitalisierung zu verstehen. Studierende schätzen ihre klaren Vorlesungen zu komplexen Themen wie KI-Haftung.
Was aktuell in ihrer Forschung und Lehre passiert
Derzeit forscht Simone Dahlmann Ludwig schwerpunktmäßig zu KI und Strafrecht. Ein zentrales Thema ist die Frage, ob und wie Algorithmen für Straftaten haftbar gemacht werden können. Auch Legal Tech – etwa automatisierte Vertragsprüfung – steht auf ihrer Agenda. Ihre Lehre an der Universität zu Köln umfasst regelmäßig Seminare zu Medienstrafrecht und Wirtschaftsstrafrecht. Die Digitalisierung der juristischen Ausbildung ist ihr ein Anliegen. In Kürze wird ein neuer Aufsatz von ihr zur strafrechtlichen Verantwortung von KI-Systemen erwartet.
Wichtige Stationen ihrer Karriere im Überblick
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1974 | Geburt in Köln |
| 1990er | Studium der Rechtswissenschaften an der Universität zu Köln |
| 2010 | Habilitation an der Universität zu Köln |
| 2018–2020 | Dekanin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät |
| seit 2010 | Professorin für Strafrecht und Strafprozessrecht |
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich Simone Dahlmann Ludwigs Forschung von der anderer Strafrechtsprofessoren?
Sie verbindet klassisches Strafrecht mit aktuellen Digitalisierungsthemen wie KI und Legal Tech. Während viele Kollegen traditionelle Bereiche bearbeiten, legt sie einen Schwerpunkt auf Medienstrafrecht und die strafrechtliche Verantwortung von Algorithmen.
Wo lehrt und forscht Simone Dahlmann Ludwig?
Sie ist Professorin an der Universität zu Köln, genauer an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Zudem ist sie Mitglied des Kölner Forschungsclusters „Recht und Digitalisierung“ und Mitherausgeberin der NStZ.
Wer ist der Ehemann von Simone Dahlmann Ludwig?
Sie ist mit dem Strafrechtsprofessor Martin Ludwig verheiratet. Beide forschen und lehren im Bereich des Strafrechts, teilen aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Warum ist ihre Forschung zu KI und Strafrecht wichtig?
Künstliche Intelligenz wirft neue Haftungsfragen auf – etwa bei autonomen Fahrzeugen oder KI-gesteuerten Entscheidungen. Ihre Arbeit hilft, rechtliche Rahmenbedingungen für diese Technologien zu entwickeln.
In welchem Jahr wurde Simone Dahlmann Ludwig habilitiert?
Ihre Habilitation erfolgte 2010 an der Universität zu Köln. Damit legte sie den Grundstein für ihre spätere Berufung zur Professorin für Strafrecht und Strafprozessrecht.
Welche Rolle spielt sie in der juristischen Fachöffentlichkeit
Über ihre akademische Tätigkeit hinaus ist Simone Dahlmann Ludwig eine gefragte Expertin in Medien und Politik. Sie wird regelmäßig zu Anhörungen im Bundestag eingeladen, wenn es um die Regulierung von Künstlicher Intelligenz geht. Ihre Stimme hat Gewicht, wenn es um die Frage geht, ob und wie Strafrecht an die digitale Realität angepasst werden muss. In Fachzeitschriften und auf Tagungen vertritt sie die Position, dass das geltende Recht grundsätzlich ausreicht, aber punktuell ergänzt werden muss. Diese Haltung hat ihr sowohl Zustimmung als auch Kritik eingebracht.
Wie sie den juristischen Nachwuchs fördert
Simone Dahlmann Ludwig engagiert sich stark in der akademischen Ausbildung. Sie betreut regelmäßig Doktoranden und Habilitanden, die zu Themen wie KI-Haftung oder Legal Tech forschen. Ihr Institut bietet zudem praxisnahe Seminare an, in denen Studierende echte Fälle aus dem Medienstrafrecht bearbeiten. Viele ihrer ehemaligen Schüler haben mittlerweile eigene Positionen in Justiz, Anwaltschaft oder Wissenschaft. Sie gilt als fördernde, aber auch fordernde Betreuerin, die hohe Ansprüche an die wissenschaftliche Qualität stellt.
Wie ihre Expertise in der Praxis nachgefragt wird
Neben ihrer akademischen Arbeit ist Simone Dahlmann Ludwig als Gutachterin für Gerichte und Behörden tätig. Ihre Expertise zu Legal Tech und KI-Haftung wird in Verfahren benötigt, die neuartige digitale Sachverhalte betreffen. Auch in der Fortbildung von Richtern und Staatsanwälten ist sie gefragt. Sie hält regelmäßig Vorträge auf Fachtagungen und in Justizakademien. Diese praktische Tätigkeit stellt sicher, dass ihre Forschung nicht im Elfenbeinturm bleibt, sondern unmittelbar in die Rechtspraxis einfließt.
Welche Auszeichnungen und Mitgliedschaften sie vorweisen kann
Für ihre Arbeiten hat Simone Dahlmann Ludwig mehrere Preise erhalten, darunter den Förderpreis der Kölner Juristischen Gesellschaft. Sie ist Mitglied der Vereinigung der Deutschen Strafrechtslehrer und der Deutschen Gesellschaft für Künstliche Intelligenz. Zudem gehört sie dem Beirat des Instituts für Digitalisierung und Recht an. Diese Mitgliedschaften unterstreichen ihre Vernetzung in der juristischen und technologischen Community. Ihre interdisziplinäre Herangehensweise wird dort besonders geschätzt.
